Die Leitung des am 24.09.13 in Beverungen stattgefundenen Runden Tisches „Gewässerschutz Werra-Weser“ hatte vor mit der Empfehlung für eine Nordseepipeline seine Arbeit einzustellen. 

Nachdem jedoch die Gutachter Prof. Quicker und Dr. Marx schlüssige technische Alternativen zur Vermeidung bzw. Verwertung der Abfälle aus der Kaliproduktion vorgestellt hatten, kam es zu keiner entsprechenden Empfehlung mehr und die überwiegende Mehrheit der Mitglieder forderten eine erneute tiefgründige fachspezifische Überprüfung dieser Alternativen. 

K+S konnte sich mit seiner Meinung, dass diese neuen verfahrenstechnischen Lösungen keinen Praxisbezug hätten und damit eine Illusion seien, nicht durchsetzen. 

Sie machten keinen Hel daraus, dass sie auch weiterhin auf die bestehenden Entsorgungswege zuzüglich einer Pipeline an die Oberweser setzen werden und nehmen damit in Kauf, auch weiterhin gegen die Wasserrahmenrichtline zu verstoßen. 

Die an der Sitzung als Gäste teilgenommenen Bürgerinitiativen und Kommunalpolitiker von Werra und Weser brachten in einer sich anschließenden Podiumsdiskussion klar zum Ausdruck, dass sie mit allen Mitteln des Rechtsstaates versuchen werden, diese Weserpipeline zu verhindern. 

Bleibt zu hoffen, dass sich bis zum nächsten Runden im Januar 2014 sich die Meinung der Fachleute durchsetzt und ein fairer Kompromiss zwischen Ökologie und Ökonomie gefunden wird. 

Klaus Reinhardt

Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Werratal“