Pressemitteilung Der Bürgerinitiative "Für einlebenswertes Werratal"

Am 28.02.2009 wurde in der Müllverbrennungsanlage in Heringen der erste Müll verbrannt.
Dieses kurze anfahren und wieder herunterfahren der Anlage ist ein Funktionstest zur Vorbereitung des Probebetriebes, welcher kurz bevorsteht.
Die große Gefahr dieser An- und Abfahrphasen besteht darin, dass der Gesetzgeber erlaubt, solche Anlagen in dieser Phase bis zu 90 Stunden im Jahr ohne jegliche Reinigung oder Filterung der Rauchgase zu betreiben.

Also ist zu erwarten, dass hier die Bevölkerung mit höchsten Giftcocktails belastet wird.

Es ist ein Skandal, dass die Politik eine solche Verfahrensweise zulässt und damit dokumentiert, dass in erster Linie wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen und nicht die Gesundheit der Menschen.

Genauso ist es ein Unding und sollte gesetzlich geregelt sein, dass bis zum Abschluss eines laufenden Gerichtsverfahrens, welches gegen die Genehmigung der Anlage gerichtet ist wie in unserem Fall, eine Inbetriebnahme der Anlage ausgeschlossen ist. Somit würde zum einen vermieden, dass möglicherweise die Bevölkerung gesetzwidrig mit erhöhten Schadstoffkonzentrationen belastet wird und zum anderen würde damit einer Verschleppung des Verfahrens entgegengewirkt.

Deshalb werden wir nichts unversucht lassen, um über den Klageweg den Regelbetrieb dieser Anlage noch zu verhindern.

Der nächste wichtige Termin diesbezüglich für uns ist die Hauptverhandlung vor dem Verwaltungsgericht Kassel am 29.04.2009.

Mit freundlichen Grüßen


Klaus Reinhardt
Vorsitzender der BI


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